So begann die SWG ihr soziales Engagement in den Quartieren
Die Idee, einen Verein zu Gründen, der sich für das Miteinander der Menschen in den großen Schweriner Stadtteilen einsetzt, wurde vor zehn Jahren geboren. Angesichts der negativen Entwicklung in den Plattenbaugebieten fühlte sich die SWG als Genossenschaft verpflichtet, etwas zu tun. Aufgelöste Hausgemeinschaften, geringe Renten und Arbeitslosigkeit führten dazu, dass sich viele Menschen nicht mehr am sozialen und kulturellen Leben beteiligen konnten. Eine zunehmende Vereinsamung, gerade älterer Menschen wie auch Alleinerziehender und Alleinstehender, war zu beobachten.
Um dem entgegen zu wirken, fanden sich am 18. Juni 1998 Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens sowie zahlreiche weitere engagierte Personen und Firmenvertreter aus Schwerin zusammen, um den Verein Hand in Hand ins Leben zu rufen. Ihr Ziel war es, durch die Förderung von Gemeinschaften und Nachbarschaften das Miteinander in den Stadtteilen zu stärken. Als Gründungsväter gelten heute der ehemalige SWG-Vorstand Günter Graw sowie die heutigen Vorstände Wilfried Wollmann und Margitta Schumann.
Zusätzlich wurde bei der SWG die Abteilung Soziales Management gegründet, die 1999 Jürgen Wörenkämper übernahm. Der Verein Hand in Hand und diese Abteilung bilden seitdem eine Einheit, mit deren Hilfe die Genossenschaft ihr „bürgerliches Engagement“ ausübt.
Mittlerweile ist Hand in Hand überall in der Stadt mit von der Partie – gleich ob bei Wohngebiets-, Stadtteil- und Sportfesten, Lampionumzügen oder Projekten für Jugendliche.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen aber die SWG Nachbarschaftstreffs „Nebenan“, die jährlich von tausenden Menschen besucht werden. Die Treffs helfen, die Anonymität in den Wohngebieten abzubauen.
Im Jahr 2000 wurde zudem vom Verein und der SWG das Projekt Wohngebietsbetreuer auf den Weg gebracht. Diese kümmern sich mit viel Herzblut in den Nachbarschaftstreffs um das Wohl der Besucher.
Übrigens wurde das erste Sozialkaufhaus in Mecklenburg-Vorpommern in einem SWG-Gebäude in der Keplerstraße, Stadtteil Mueßer Holz, eröffnet. Die Genossenschaft und Hand in Hand verwirklichten 2005 diese Idee zusammen mit weiteren Initiatoren.
Um in Not geratenen Menschen gezielt helfen zu können, schuf der Verein eine mobile Sozialberatung.